Daniel Wendel

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GA4 – das neue Google Analytics

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GA4 – das neue Google Analytics

Wertvolle Information & erste Kundenfeedbacks aus der Schweiz

Wer Webanalyse sagt, muss auch Google Analytics sagen. Denn das Tool der mächtigsten Suchmaschine ist schon seit langer Zeit der unangefochtene Spitzenreiter auf dem Markt. Es ist leistungsstark, umfangreich – und nicht zuletzt kostenlos. Seit 2023 gibt es jetzt ein Update mit vielen Veränderungen: Google Analytics 4. Was steckt dahinter? Welche Änderungen gibt es? Und hat Google dabei auch an kleine und mittlere Unternehmen gedacht?

Google Analytics im neuen Outfit

Universal Analytics ist tot. Es lebe Google Analytics 4. Seit dem 1. Juli 2023 verarbeitet das alte System keine Daten mehr. Die User müssen sich auf ein neues System umstellen. Die Migration selbst ist relativ einfach:

  • Loggen Sie sich bei Google Analytics ein.
  • Klicken Sie auf Verwaltung.
  • Klicken Sie auf Einrichtungsassistent.

Google führt Sie dann durch den Umstellungsprozess. Die wichtigsten Neuerungen auf einem Blick:

  • Eine neue Benutzeroberfläche, die intuitiver und dadurch leichter zu bedienen sein soll. Viele Nutzer behaupten jedoch, dass das Gegenteil der Fall ist. Alles sei komplizierter geworden.
  • Eine bessere Verbindung zwischen Google Analytics und AdSense-Konten.
  • GA4 integriert Websites und Apps in einer Property.
  • Künstliche Intelligenz für Vorhersagen auf Basis der gesammelten Daten.
  • Grundlage der Analysen ist jetzt ein neues Datenmodell: Es geht nur noch um Events.

Der letzte Punkt ist technisch grundlegend: Bei Analytics basierte alles auf einer Session, also der Reise des Users vom ersten Klick bis zum Absprung. Jede Session wurde in den Rohdaten als eine Tabellenzeile behandelt. Die Spalten erfassten wiederum einzelne Aspekte der Session. Bei GA4 wird jedes einzelne Ereignis als eine Zeile in der Tabelle behandelt. Typen für Events sind zum Beispiel Pageviews, Scrollen, Klicks auf Links, Downloads und so weiter.

Predictive Metrics

Keine Neueinführung im Web kommt heute ohne Künstliche Intelligenz aus – sei es ein CMS, eine Suchmaschine, ein Textgenerator oder ein Bildbearbeitungsprogramm. Das Gleiche gilt für das Tracking einer Website oder App. Die Vorteile des Einsatzes von KI für diese Zwecke sind bekannt: Algorithmen, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen, entdecken dank ihrer unfassbaren Rechenleistung Strukturen, auf die menschliche Beobachtung vielleicht niemals kommen würde. Bei Google Analytics dient dies zwei Zielen:

  • Trends erkennen
  • Kundenverhalten prognostizieren

Zusätzlich zu den Informationen über das bisherige User-Verhalten liefert GA4 also KI-basierte Prognosen. In GA4 heisst das entsprechende Feature Predictive Metrics. Es liefert Berichte über drei Prognosewerte:

  • Conversions
  • Abwanderungen
  • Umsatz

Wichtig: Damit die KI effektiv trainiert werden kann, ist eine Mindestanzahl von positiven und negativen Beispielen für Käufer und abgewanderte Nutzer erforderlich. Diese Daten werden laufend angereichert. Google hat hierfür bestimmte Kriterien festgesetzt, die erfüllt sein müssen:

  • Mindestens jeweils 1000 positive und negative Beispiele für die Aktionen Conversion oder Abwanderung in den letzten 28 Tagen.
  • Diese Mindest-Modellqualität muss über einen bestimmten Zeitraum aufrechterhalten werden.
  • Ohne ausreichende Messwerte werden die Prognosen nicht mehr aktualisiert.

Kurz gesagt: Je mehr Besucher, desto stabiler ist die Datengrundlage für Prognosen. Kleinere Webprojekte fallen unter den Tisch oder müssen sich langfristig anstrengen, um mehr Traffic zu generieren.

Mehr Datenschutz mit GA4?

Datenschutz ist und bleibt ein wichtiges Thema. Als Betreiber einer Website hat man wenig Lust, sich mit verwirrenden juristischen Fragen auseinanderzusetzen, die zudem noch für jedes Land unterschiedliche Antworten liefern. Es ist einfacher, Google zu vertrauen.

Aber kann man das? Auch der Internet-Gigant ist in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten. Mit GA4 ist Google einige Schritte in Richtung mehr Datenschutz gegangen. So werden Daten von Usern aus der EU jetzt auf Servern in der EU gespeichert. Die IP-Adressen werden dort gekürzt und erst in dieser anonymisierten Form an die USA übermittelt. Die Aufbewahrungsfrist von Daten wird deutlich von 26 auf 14 Monate gekürzt.

GA4 eröffnet den Betreibern von Webseiten zusätzliche Möglichkeiten, selbst die Datensicherheit zu erhöhen:

  • Tracking ohne Cookies. Auch wenn Google bereits von der Post-Cookie-Ära spricht: Die kleinen Kekse auf dem Rechner der User bleiben zunächst Standard. Webmaster sollten also immer prüfen, ob die Cookie-Methode tatsächlich ausgeschaltet ist.
  • Serverseitiges Tracking. Hier werden die Daten vor dem Senden an Google auf dem eigenen Server anonymisiert. Dieser fungiert als eine Art Proxyserver und übermittelt anstelle der IP-Nummern eigens generierte IDs.
  • Deaktivierung von Google Signals. Google Signals verknüpfen Sitzungsdaten von Websites und Apps, die mit Daten von Google-Konten verknüpft sind und personalisierte Werbung erlauben.

Allerdings: Wer in puncto Datenschutz mit diesen Methoden auf Nummer "super-sicher" gehen möchte, sollte sich professionelle Hilfe holen.

Vorteile und Nachteile von GA4 & erste Kundenfeedbacks aus der Schweiz

Wer weiterhin Google Analytics nutzen möchte, muss GA4 akzeptieren. Das alte System (Universal Analytics) ist nicht mehr aktiv. Das heisst: Take it or leave it. Bleib bei Google oder verlasse Google.

Letztlich ist es kein Wunder, dass Google Analytics der Marktführer auf dem Gebiet des Webtrackings ist. Denn wer bleibt, profitiert von vielen Vorteilen:

  • Umfangreichere Datenerfassung: Informationen des Nutzerverhaltens von Websites, Apps und anderen digitalen Kanälen werden gebündelt dargestellt.
  • Mehr Analysemöglichkeiten – vor allem für kommerzielle Projekte (Kundenlebenszyklus, Attributionsmodellierung, Vorhersagen usw.).
  • Integration mit anderen Google-Produkten – zum Beispiel mit Google Ads, der Google Marketing Platform und der Google Search Console.

Aber gibt es auch Nachteile von GA4? Klare Antwort: Ja. Wir von CO2-Kommunikation haben in vielen Gesprächen mit Kunden den Eindruck gewonnen, dass Google mit GA4 über das Ziel hinausgeschossen ist. Es gibt viele Neuerungen, die aber an der Zielgruppe KMU vorbeigehen.

Insgesamt ist die Webanalyse noch komplizierter geworden. Eine wirklich effektive Nutzung von Google Analytics setzt mehr denn je personelle Ressourcen voraus. Aber welches KMU kann es sich leisten, einen Mitarbeiter ausschliesslich für Google Analytics einzustellen?

Nutzen Sie deshalb unseren spezialisierten GA4-Service: zum Beispiel ein festes monatliches Reporting - mit allen Daten und Optimierungstipps, die auf Ihre individuellen Anforderungen zugeschnitten sind. Immer aktuell, zuverlässig und verständlich. Fragen Sie unverbindlich an.


Umsteigen auf Alternativen?

Lohnt sich der Umstieg von Universal Analytics auf GA4? Wer Google Analytics weiterhin verwenden möchte, muss das neue Konzept akzeptieren – oder auf das Google-Angebot verzichten. Denn es gibt natürlich Alternativen. Beispiele:

  • Mit Fathom Analytics lassen sich trotz Umzugs die bestehenden Google-Analytics-Daten integrieren. Dank EU-Isolation werden Daten von EU-Besuchern nur auf Servern in der EU gespeichert.
  • eTracker speichert alle Daten auf deutschen Servern und lässt sich auch ohne Cookies verwenden. Für Seiten mit Besucherzahlen unter 25.000 recht preiswert. Darüber wird es teuer. Der Anbieter ist bekannt dafür, viel Wert auf Datenschutz zu legen.
  • Die Trackboxx punktet ebenfalls mit dem Serverstandort Deutschland.
  • Matomo(ehemals Piwik) ist eine Open-Source-Anwendung für die Installation auf dem eigenen Server. Die kostenlose Anwendung ist bedienerfreundlich, bietet jedoch weniger Funktionen als Google Analytics.
  • Koko Analytics ist ein einfaches WordPress-Plugin mit minimalen Informationen: Besucher, Seitenaufrufe und Traffic-Quelle. Kostenlos, unkompliziert und datenschutzfreundlich. Es kommt ohne Cookies aus und speichert Daten auf dem eigenen Webspace.

Es sind natürlich deutlich mehr als diese fünf Tools auf dem Markt. Kostenlose Analytics-Software mit einem ähnlichen Funktionsumfang wie Google Analytics sucht man jedoch vergeblich. Wer auf umfangreiche Informationen ohne Gegenleistung nicht verzichten möchte, muss beim Marktführer bleiben.

Fazit

Künstliche Intelligenz für Umsatzprognosen, mehr Details zum User-Verhalten bei gleichzeitig verbessertem Datenschutz – das hört sich gut an. Für das Marketing besonders interessant dürften die Erfahrungen mit den Predictive Metrics werden. Wie exakt lassen sich Klicks, Conversions und letztlich auch die entscheidenden Umsätze vorhersagen? Hier werden diejenigen im Vorteil sein, die neben KI-Prognosen auch ihren Marketing-Sachverstand einsetzen.

Aber GA4 hat einen entscheidenden Nachteil: Es ist kompliziert, für den Einsteiger oft unverständlich und erfordert viel Zeit. Es bindet wertvolle  Ressourcen. Eine effektive Lösung ist das Outsourcing der Webanalyse: Klar definierte Leistungspakete von Analyseprofis stellen sicher, das Beste aus Google Analytics herauszuholen. Und Sie selbst behalten wertvolle Ressourcen für Ihr Kerngeschäft.

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