Daniel Wendel

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Service im Online-Shop: Ein entscheidender Erfolgsfaktor

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Glückliche E-Commerce Kunden

Es gibt viele Faktoren, die im Online-Handel darüber entscheiden, wie erfolgreich ein Unternehmen ist. Hierzu zählen zum Beispiel die Sortimentsgestaltung, das Preisniveau oder die Suchmaschinenoptimierung für den Shop.

Allerdings legen immer mehr Verbraucher im Internet vor allem Wert auf einen umfassenden Kundenservice. Hierzu fällt vielen Online-Händlern allerdings nicht wirklich viel ein.

Grund genug, einmal genauer hinzuhören, wenn es um die Frage geht, welche Serviceleistungen die Besucher Ihres Shops von Ihnen erwarten.

Zu Beginn der Internetwirtschaft spielte Kundenservice noch keine Rolle

In den Anfangszeiten des E-Commerce liessen sich die ersten zaghaften Besteller noch damit beeindrucken, dass es überhaupt möglich war, im damals noch neuen World Wide Web ein Produkt bestellen zu können.

Kundenservice spielte in jener Zeit bei diesem Verkaufskanal noch keine Rolle. Die frühen Internet-Kunden tätigten ihre Bestellung, bezahlten meist per Vorkasse und warteten dann geduldig darauf, dass die Lieferung irgendwann eintraf.

Diese sehr unpersönliche Form des Handels machte den frühen E-Commerce vor allem für solche Anbieter interessant, die sich ein Geschäftsmodell mit möglichst wenig Kundenkontakt wünschten.

In den ersten Jahren hatten wir es daher häufig mit Online-Unternehmern zu tun, für die der direkte Kundenkontakt eine eher unerwünschte Ausnahme darstellte.

Einen Wendepunkt in diesem Bereich bildete das Jahr 1994. Nachdem 1989 das World Wide Web von Tom Berners-Lee in der Forschungseinrichtung CERN entwickelt worden war, erfolgten nun die ersten Gründungen von grösseren Internet-Unternehmen.

1994 wurden Amazon, eBay und Dell Online fast gleichzeitig gestartet. Wir haben es hier mit drei weltweit aktiven Konzernen zu tun, die den E-Commerce sehr stark geprägt haben und bis heute eine entscheidende Rolle spielen.

Servicewüste Internet? Schon lange nicht mehr.

Jeff Bezos, der Gründer und CEO von Amazon, hatte damals festgestellt, dass das Internet in einem fast unglaublichen Masse wuchs und suchte daraufhin nach einem Geschäftsmodell, das von diesem Wachstum proportional profitieren würde.

Schnell beschloss er, sein Glück im Online-Handel zu suchen. Bereits bei der Gründung schwebte ihm vor, einen Online-Shop zu schaffen, in dem annähernd jedes Produkt angeboten würde. Den Anfang machte Bezos mit einem Online-Buchhandel. Er wollte zunächst Erfahrungen sammeln und den Shop erst allmählich erweitern.

Hierbei entwickelte Amazon gleichzeitig ein bis dahin einmaliges Modell in Sachen Kundenservice. Bezos legt bis heute grössten Wert darauf, dass jeder Kunde bei Amazon optimal betreut wird und im Falle von Problemen schnellstmöglich Hilfe erhält.

Was vielen Menschen nicht bekannt ist: Jeder leitende Mitarbeiter von Amazon muss einen Tag pro Jahr im Service-Center Kundenanfragen beantworten und Anrufe entgegennehmen, um den Kontakt zur Kundenbasis nicht zu verlieren.

Auch Multimilliardär Jeff Bezos macht hierbei keine Ausnahme. Wenn Sie also beim Amazon Kundenservice in den USA anrufen, besteht eine gewisse Chance, dass Sie einen der erfolgreichsten Unternehmer der Welt am Telefon haben.

Insgesamt hat das Modell Amazon dazu geführt, dass Kundenservice im Online-Handel zu einem wichtigen Thema geworden ist. Moderne Kunden machen ihre Entscheidung für einen bestimmten Shop sehr häufig von dessen Service-Level abhängig.

Service im Online-Handel: Eine unverzichtbare Disziplin

Wir haben bisher festgestellt, dass ein umfassender Kundenservice im E-Commerce nicht von Anfang an eine Rolle spielte, bis heute aber an Bedeutung stark zugenommen hat.

Führen Sie sich vor Augen, dass es in Bezug auf die konkreten Leistungen von Web-Shops fast keine Unterschiede mehr gibt.

Sie erhalten eine weitgehend standardisierte Ware zu einem Preis, der sich an den Preisen der anderen Händler orientiert. Die grosse Transparenz im Online-Handel hat dafür gesorgt, dass sich die Angebote immer ähnlicher geworden sind.

Was bleibt dem Verbraucher also noch, um sich für den ein oder anderen Shop zu entscheiden?

Neben der persönlichen Bequemlichkeit steht hier vor allem der Kundenservice im Mittelpunkt. In Sachen Service unterscheiden sich die verschiedenen Anbieter im Internet nämlich nach wie vor erheblich voneinander.

Für Online-Händler ergibt sich hieraus eine interessante Chance.

Ein deutlich verbesserter Kundenservice ist nämlich nicht mit sonderlichen Kosten oder einem riesigen Aufwand verbunden, sondern eher eine Frage der inneren Bereitschaft und der konsequenten Kundenorientierung.

Sie haben also die Möglichkeit, sich mit einem exzellenten Kundenservice gegen Ihre Konkurrenten durchzusetzen und begehrte Marktanteile zu ergattern.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Faktoren vor, die im Zusammenhang mit einem optimalen Kundenerlebnis im Web-Shop stehen. Zu jedem Faktor erhalten Sie zusätzlich einen erprobten Praxistipp, der Ihnen dabei hilft, unsere Ratschläge in Ihrem Shop sofort in die Tat umzusetzen.

Usability: Der perfekte Gastgeber im Online-Handel

Wenn Sie ein guter Gastgeber sein wollen und Ihre Gäste zum ersten Mal bei sich zuhause empfangen, dann werden Sie den Besuchern kurz einen Überblick über Ihr Haus oder Ihre Wohnung geben, damit sie sich von Anfang an zurechtfinden.

Im Online-Handel gilt eine ganz ähnliche Regel. Als Shop-Betreiber gehört es eindeutig zu Ihren Aufgaben, dafür zu sorgen, dass sich Ihre potenziellen Kunden im Shop auf Anhieb orientieren können.

Nur so lässt sich sicherstellen, dass kein interessierter Käufer an Hürden oder Barrieren scheitert und seinen Einkauf nur deshalb bei einem anderen Händler tätigt, weil er sich nicht zurechtgefunden hat.

Die Frage, ob Ihr Shop eine gute Usability bietet, wird von vielen Internet-Nutzern durchaus als Frage von gutem Kundenservice betrachtet. Immerhin wäre es Ihren Besuchern gegenüber sehr unhöflich, wenn Sie sich offensichtlich nicht dafür interessieren, Orientierungshilfe zu leisten.

Unsere klare Empfehlung lautet daher: Schaffen Sie durch eine optimale Usability die Voraussetzung für einen entspannten Einkauf.

Sorgen Sie für eine optimale Usability

Unser Tipp: Setzen Sie auf vertraute Strukturen und Elemente

Im Internet und vor allem im Online-Handel haben sich bestimmte Strukturen und Regeln in Bezug auf den Aufbau von Webseiten durchgesetzt. Nutzer erwarten zurecht, dass sie nach wichtigen Elementen, wie zum Beispiel dem Warenkorb, der Suchfunktion oder dem Impressum, nicht lange suchen müssen.

Platzieren Sie diese Elemente, ganz unabhängig von Ihren übrigen Design-Vorstellungen, an den Stellen, an denen sie erwartet werden. Ausserdem sollten Sie dafür sorgen, dass diese Schaltflächen und Funktionselemente auf den ersten Blick klar erkennbar sind.

Der Shop als wichtiger Ratgeber

Wenn ein Kunde einen stationären Laden betritt und damit beginnt, sich umzuschauen, dann wird er in den meisten Fällen recht schnell von einem Verkäufer angesprochen.

Der Verkäufer versucht herauszufinden, wofür sich der potenzielle Kunde interessiert und bietet sich in diesem Zusammenhang als Ratgeber und Helfer an. Darüber hinaus gibt er sich selbst dann, wenn der Verbraucher sich zunächst nur alleine umsehen will, als verantwortlicher Ansprechpartner zu erkennen.

Im Online-Handel haben wir keine Möglichkeit, einen realen Verkäufer einzusetzen, der diese wichtigen Aufgaben übernimmt. Hier müssen wir also andere Wege beschreiten, um dem Besucher zu signalisieren, dass wir ihm im Falle von Fragen jederzeit zur Verfügung stehen und dass er Unterstützung erhält, wenn er einen bestimmten Artikel sucht.

Auf der einen Seite sollten Sie deutlich zeigen, dass hinter Ihrem Shop echte Menschen stehen, die man erreichen kann.

Auf der anderen Seite ist es hilfreich, wenn Sie häufig auftauchende Fragen Ihrer Zielgruppe vorausahnen und an passenden Stellen ganz von selbst beantworten.

Unser Tipp: Schriftliche Ratgeber als wertvolle Unterstützung

Shop-Betreiber können in Sachen Kaufberatung noch deutlich mehr leisten. Sie haben nämlich die Möglichkeit, hilfreiche und informative Dokumente zu diesem Thema zu erstellen und ihren Besuchern per Download oder als Unterseite im Shop zur Verfügung zu stellen.

Solche Kaufberater können zu jedem wichtigen Produktbereich des Sortiments erstellt werden und potenziellen Kunden genau sagen, was sie bei der Produktauswahl beachten sollten.

Ganz nebenbei können Sie mit solchen Ratgebern auch noch einen guten Beitrag zur eigenen Suchmaschinenoptimierung (SEO) leisten und sich auf diese Weise zusätzliche Besucher für Ihren Shop sichern.

Die optimale Produktbeschreibung ersetzt oft den Verkäufer

Stellen wir uns erneut einen stationären Laden vor und achten hierbei genau auf die Rolle des Verkäufers. Dieser kennt sich nämlich im Idealfall ausgezeichnet mit den angebotenen Produkten aus und kann seine Kunden daher besonders gut beraten.

Er weiss, was die einzelnen Artikel im Sortiment leisten und wo ihre Grenzen liegen. Je nach Kundenwunsch ist er in der Lage dazu, geeignete Alternativen zu benennen und Produkte auch kritisch zu beleuchten.

Dabei agiert er natürlich gleichzeitig im Interesse des Unternehmens, indem er zum Beispiel Artikel bevorzugt, von denen hohe Bestände vorhanden sind oder die mit einem besonders hohen Gewinn verbunden sind.

All diese Aufgaben kann im Web-Shop die Produktbeschreibung übernehmen. Hierzu muss sie allerdings auch entsprechend gut konzipiert und umgesetzt werden.

Eine optimale Produktpräsentation stellt Eigenschaften und Vorteile von Produkten klar heraus, ermutigt den Kunden mit emotionalen Anreizen zum Kauf, geht auf Grenzen der Leistungsfähigkeit ein und empfiehlt im Zweifelsfall alternative oder ergänzende Produkte.

Unser Tipp: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Texte spielen bei der Produktdarstellung natürlich eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt dienen Sie dabei, wie bereits ausgeführt, auch der Suchmaschinenoptimierung und sind daher absolut unverzichtbar.

Allerdings spricht natürlich nichts dagegen, ergänzend auch individuelle Bilder einzusetzen. Hiermit sind in diesem Fall nicht die originalen Produktbilder der Hersteller gemeint, die Sie im Shop natürlich ohnehin zeigen.

Es geht vielmehr darum, zusätzlich eigene Aufnahmen anzufertigen, die das Produkt aus einer ganz anderen Perspektive oder besonders ehrlich zeigen. Mit solchen Produktfotos bieten Sie Ihren Besuchern einen echten Mehrwert und stellen sich damit besonders kundenfreundlich auf.

Darüber hinaus hilft diese Form der Produktpräsentation aktiv dabei, Retouren zu vermeiden, da die Besteller eine genauere Vorstellung von der tatsächlichen Beschaffenheit der angebotenen Produkte erhalten.

Der persönliche Support: Beratung und Betreuung

Bleiben wir noch einen Moment bei der Beratung und Betreuung von Kunden im Online-Shop.

Gehen Sie davon aus, dass es auch im E-Commerce häufig zu der Situation kommt, dass ein Kunde eine wichtige Frage auf dem Herzen hat, bevor er sich für einen Einkauf bei Ihnen entscheidet.

Wer hier als Online-Händler lediglich auf die Möglichkeit verweist, dass Ihr Team per E-Mail erreichbar ist, der wählt in Bezug auf den Kundenservice keinen überzeugenden und erfolgreichen Weg.

Wer eine E-Mail versendet, der erwartet nicht, dass ihm innerhalb der nächsten Sekunden weitergeholfen wird. Genau das ist aber erforderlich, wenn eine einzelne Frage den Einkaufsprozess behindert.

Hier sind direkte Möglichkeiten der Kontaktaufnahme gefragt.

Bieten Sie Ihren Besuchern also unbedingt an, Sie per Telefon oder per Live-Chat zu erreichen. Nur so können Sie noch während des Entscheidungs- und Kaufprozesses persönlich eingreifen, Unsicherheiten beseitigen, Fragen beantworten und zum Abschluss der Transaktion ermutigen.

Bleibt dieser Service aus, dann verlieren Sie Ihre potenziellen Kunden schnell an die Konkurrenz.

Unser Tipp: Im Zweifelsfall mit externen Dienstleistern arbeiten

Gerade für junge Unternehmen im Bereich E-Commerce ist es nicht einfach, einen dauerhaft erreichbaren Kundenservice zu realisieren. Sie haben wahrscheinlich zunächst mit vergleichsweise wenig Kundenanfragen zu tun, die dafür an 24 Stunden am Tag und an 7 Tagen in der Woche eingehen können.

Hierfür Mitarbeiter einzustellen, lohnt sich wirtschaftlich noch nicht. Für Abhilfe sorgen hier Angebote externer Dienstleister, die die telefonische Kommunikation oder den Chat mit Ihren Besuchern rund um die Uhr übernehmen.

Hierbei können sogar einfache Fragen direkt beantwortet werden, wenn die Mitarbeiter des Dienstleisters entsprechend geschult sind.

Social Media als Kommunikationskanal

Wussten Sie, dass die Deutschen (ähnliche Zahlen bei uns) im Jahr 2018 durchschnittlich jeden Tag volle 64 Minuten in den sozialen Netzen unterwegs waren?

Damit nimmt die Nutzung von Social Media mittlerweile einen bedeutenden Stellenwert ein. Das haben in den letzten Jahren natürlich auch die Unternehmen bemerkt und nutzen Facebook, Instagram, Twitter & Co. längst zur Vertiefung der Kundenbeziehungen.

Auffällig hierbei: Die sozialen Netze dienen vor allem als direkter Kommunikationskanal zwischen Verbrauchern und Unternehmen.

So posten viele Nutzer ihre Fragen, ihre Anregungen oder ihre Kritik direkt in den Netzwerken und erwarten natürlich, dort auch qualifizierte Antworten zu erhalten.

Für Internet-Unternehmer erwachsen hieraus gleichermassen Verpflichtungen wie auch Chancen.

Als Verpflichtung muss man es betrachten, seiner Zielgruppe auch über diesen Kanal zuverlässig zur Verfügung zu stehen, was mit einem erhöhten Personalaufwand verbunden ist.

Als Chance ergibt sich daraus die Möglichkeit, eine besonders enge Bindung zu Interessenten und Kunden aufzubauen und sich so als kompetenter, qualifizierter, verlässlicher und vertrauenswürdiger Händler präsentieren zu können.

Unser Tipp: Keine plumpe Werbung in den sozialen Netzen

Ihre Aktivitäten in den sozialen Netzwerken führen bei ausreichendem Engagement schnell zu einer hohen Anzahl an Fans und Followern.

Da kann schon einmal die Versuchung aufkommen, die Plattformen zu nutzen, um auf eher plumpe Weise Werbung für das eigene Unternehmen zu machen. Schliesslich haben wir es mit einer erheblichen Reichweite zu tun, die wir natürlich gerne nutzen würden.

Auf keinen Fall sollten Sie sich aber dazu hinreissen lassen, Ihre Postings in den sozialen Netzen als zusätzlichen Werbekanal zu betrachten. Nutzer erwarten hier stattdessen exklusive Inhalte, schnelle Hilfe und kompetente Antworten. Bei direkter Werbung ziehen sie sich dagegen schnell zurück. 

Die Zahlung als neuralgischer Punkt im Online-Handel

Jede Online-Bestellung ist früher oder später mit einem Zahlungsvorgang verbunden. Hierbei handelt es sich um eine besonders schwierige Phase der Customer-Journey (Kundenreise).

Das liegt vor allem daran, dass sich beim Bezahlen spätestens rationale Aspekte der Kaufentscheidung bemerkbar machen.

Solange man als Kunde lediglich Produkte betrachtet und sich inspirieren lässt, spielen hauptsächlich Emotionen eine Rolle und das Bedürfnis, ein bestimmtes Produkt besitzen zu wollen, steht im Vordergrund.

Geht es aber um die Bezahlung, dann mischt sich sofort eine sachliche Komponente ein. Sie stellt zum Beispiel in Frage, ob wir dieses Produkt wirklich brauchen oder ob es sein Geld wert ist.

Jetzt ist das Risiko besonders hoch, dass es im letzten Moment noch zu einem Kaufabbruch kommt. Daher sollten Sie als Shop-Betreiber alles daransetzen, dass der Käufer möglichst wenig abgelenkt wird und vor allem nicht damit beginnt, darüber nachzudenken, dass seine Bestellung Geld kostet.

Das erreichen Sie am besten, indem Sie diesen Vorgang der Bezahlung besonders komfortabel gestalten.

Unser Tipp: Je mehr Möglichkeiten, desto besser

Komfort bedeutet für viele Menschen, etwas zu tun, das sie gewohnt sind und schon gut kennen.

Für den Zahlungsvorgang im Web-Shop heisst das, dass Sie Ihren Kunden die Möglichkeit bieten sollten, mit ihren bevorzugten Methoden zu bezahlen.

Dies lässt aufgrund der vielen individuellen Bevorzugungen in diesem Bereich nur die Schlussfolgerung zu, dass Sie möglichst viele verschiedene Zahlungswege anbieten sollten.

So kann jeder Kunde genau das Verfahren wählen, das er bereits gut kennt und welches er als besonders komfortabel empfindet.

Der Versand als entscheidender Erfolgsfaktor

Keine Online-Bestellung von physischen Waren kommt ohne einen Versandvorgang aus.

Dies unterscheidet den E-Commerce deutlich vom stationären Handel und stellt Online-Händler vor grosse Herausforderungen.

In der heutigen Zeit müssen Sie davon ausgehen, dass Ihr Kunde bereits unmittelbar nach seiner Bestellung beginnt, ungeduldig auf die Lieferung zu warten.

Das ist Ihnen gegenüber natürlich ungerecht. Schliesslich sind Sie von der Leistungsfähigkeit der Paketdienste abhängig, was die Versandgeschwindigkeit angeht.

Das schützt Sie aber nicht davor, dass zu lange Lieferzeiten letztlich immer auf Sie zurückfallen werden.

Daher bleibt Ihnen im Sinne eines vorbildlichen Kundenservice nichts anderes übrig, als alle Arbeitsschritte, die nur Ihr Unternehmen betreffen, so schnell wie möglich abzuwickeln.

Ausserdem sollten Sie Ihren Kunden lückenlos darüber informieren, welchen Status seine Bestellung gerade hat und wann genau sie bei ihm eintreffen wird. Ihr Kunde wird dann deutlich geduldiger reagieren und Ihnen Verzögerungen, die der Paketdienstleister zu verantworten hat, schneller verzeihen.

Unser Tipp: Outsourcing als Lösung vieler Probleme

Für jeden Online-Händler stellt sich früher oder später die Frage, ob er die Lagerung und den Versand seiner Artikel inhouse in Eigenregie oder doch lieber per Outsourcing darstellen soll.

Hier gibt es eine ganze Menge Aspekte, die für das Outsourcing sprechen. Externe Logistik-Dienstleister stellen Ihnen flexible Lagerflächen zur Verfügung, verpacken professionell, versenden innerhalb von kurzer Zeit und geniessen bei den Paketdienstleistern häufig attraktive Mengenrabatte.

Ihnen gibt das Outsourcing zusätzlich mehr Gelegenheit, sich auf Ihre eigentliche Kernkompetenz, die Führung eines Online-Shops, zu konzentrieren.

Der After-Sale Support als vorerst letzter Schritt im Kundenservice

Die Bestellung ist eingegangen, die Ware wurde verpackt und versendet und die Lieferung ist beim Kunden eingetroffen.

Eigentlich ist der Verkauf aus Sicht des Online-Händlers damit abgeschlossen. Wir sagen an dieser Stelle „eigentlich“, da wir in Wirklichkeit noch nicht am Ende eines optimalen Kundenservice angelangt sind.

Dieser erreicht jetzt nämlich seine zwar letzte, dafür aber sehr wichtige Phase: Den After-Sale Support.

Ab jetzt sollten Sie Ihren Kunden nämlich dann zur Verfügung stehen, wenn es um offene Fragen zum Produkt, um Reklamationen, um einen Widerruf oder um einen Garantiefall geht.

Verstecken Sie sich jetzt vor Ihren Kunden, da Sie davon ausgehen, dass der Umsatz ja bereits sicher ist, dann begehen Sie einen schweren Fehler.

Sie übersehen zum einen, dass das Risiko einer Retoure immer noch hoch ist und zum anderen, dass sich jetzt entscheidet, ob es bei dem einmaligen Einkauf des Kunden bleibt oder ob es Ihnen gelingt, ihn zum treuen Stammkunden zu entwickeln.

Auch die Frage der Weiterempfehlung durch Käufer hängt von Ihrem Verhalten in dieser Phase ab.

Unser Tipp: Nach dem Kauf ist vor dem Kauf

Nehmen Sie die Herausforderung in Sachen After-Sale Support an und konzentrieren Sie sich darauf, Ihren Kunden auch jetzt einen lückenlosen Service zu bieten.

Denken Sie daran, dass die Phase nach dem Einkauf nichts anderes ist, als die Phase vor dem nächsten Einkauf. Damit es dazu kommt, muss Ihr Kunde allerdings rundum zufrieden sein.

Und das erreichen Sie vor allem mit einem perfekten Kundenservice, der nicht in dem Moment enden darf, in dem der Käufer seine Bestellung abgeschickt hat.

Optimaler Kundenservice senkt auch das Risiko für Retouren

Unter unseren Strategien für einen verbesserten Kundenservice befanden sich auch einige Themen, die in einem engen Zusammenhang mit der Retourenquote von Web-Shops stehen.

Hier sind vor allem die Produktbeschreibungen, der Versand und der After-Sale Support zu nennen.

Fallen Produktbeschreibungen zu positiv aus und verschweigen Beschränkungen oder Nachteile von Produkten, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Rücksendung kommt.

Der Kunde entwickelt eine falsche Vorstellung über die Beschaffenheit des Produktes und ist folglich nach dem Erhalt enttäuscht.

Dauert der Versand zu lange oder macht das Paket schon von aussen einen negativen Eindruck, dann steigt damit das Risiko, dass der Kunde seine Bestellung infrage stellt und sich entsprechend für eine Rücksendung entscheidet.

Kümmert sich der Händler nicht oder nur unzureichend um Fragen und Probleme, die der Käufer nach dem Erhalt der Ware äussert, dann wirkt sich auch dies negativ auf die Retourenquote aus.

Hier liegen häufig Schwierigkeiten vor, die bereits mit einem kurzen Gespräch zu klären wären. Gelingt das, dann kommt es wahrscheinlich nicht zu einer Rücksendung.

Wir sehen also, dass ein Online-Händler, der sich in Sachen Kundenservice engagiert, gleichzeitig auch für eine niedrigere Retourenquote sorgt.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Möglichkeiten, um Rücksendungen den Kampf anzusagen.

Unser Fazit: Heben Sie sich durch einen perfekten Service deutlich ab

Kundenservice im E-Commerce hat viele Facetten. Er bietet Ihnen als Online-Händler eine hervorragende Möglichkeit, Ihrem Shop einen ganz persönlichen Anstrich zu geben.

Wählen Sie unter den vielen verschiedenen Optionen, die Ihnen zur Erweiterung Ihrer Service-Leistungen zur Verfügung stehen, diejenigen aus, die Ihnen besonders leicht von der Hand gehen.

Wenn Sie ohnehin über tiefe Kenntnisse in Bezug auf Ihren Produktbereich und die angebotenen Artikel verfügen, dann sollten Sie Ihre Beratungskompetenz in den Vordergrund stellen.

Verfügen Sie über eine leistungsfähige Logistik, dann überraschen Sie Ihre Kunden mit einer besonders schnellen Lieferung.

Wenn Sie dagegen gerne und gut fotografieren, dann nutzen Sie Ihr Talent, um individuelle Fotos und Videos von Ihren Produkten zu erstellen und Ihren Kunden auf diese Weise einen deutlichen Mehrwert zu bieten.

Nutzen Sie einen umfassenden und individuellen Kundenservice, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Ihre Kunden werden die Bemühungen um einen verbesserten Service im Shop nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern auch honorieren. Sie werden mehr Stammkunden gewinnen und häufiger empfohlen.

Beide Aspekte wirken sich unmittelbar auf den Umsatz aus und machen Sie dadurch erfolgreicher.

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